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Das Dorf gibt es schon lange und schon lange gibt es dort Leute: immer wieder neue Leute, immer wieder Geburten und immer wieder Beerdigungen. Manche der Dinge, die zwischen den Geburten und den Beerdigungen passieren, sind gleichgeblieben. Und manchmal passiert doch auch wieder etwas Neues. Die Leute werden immer weniger, ich müsste fast mal nachsehen, ob noch welche da sind. Als ich dort aufgewachsen bin, gab es noch welche." Was macht es mit einem, wenn man auf Zeit zu einem Dorf gehört? Wie sehr wird man Teil des Dorfes oder das Dorf Teil von einem selbst? Und was passiert, wenn das Dorf irgendwann beschließt, sich selbst abzuschaffen? Solchen Fragen und anderen Mythen geht Levin Eichert nach, in dieser dystopisch anmutenden Biografie eines Ortes, den es vielleicht noch gibt, vielleicht aber auch nicht.
Levin Eichert (*1997) wuchs bis zum 12. Lebensjahr in einem kleinen Dorf in Ostthüringen auf. Nach dem Abitur studierte Levin Eichert Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Directing of Devised and Object Theatre in Prag. Eichert führt Regie für Theater und Performancekunst und arbeitet als freie:r Dramaturg:in im europäischen Raum und debütiert nun mit Nachts bellen die Füchse als Schriftsteller:in.