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Emmanuel Levinas (1906-1995) zählt zu den maßgeblichen Philosophen des 20. Jahrhunderts, mit dem sich ein unerhörter Ton Gehör verschafft. Seine Skepsis gegenüber totalitärem Denken ist fundamental, radikal seine Kritik an einer ontologischen Tradition, die Auschwitz nicht verhindert hat. Methodisch der Akribie des Phänomenologen verpflichtet, verbindet sich in seinem Werk ein skrupulöser Argumentationsgestus mit einer neuen Metaphysik und einem ethischen Elan, der das Denken im Angesicht des Anderen immer gleich zum Äußersten drängt. Das Handbuch bietet in rund 100 Beiträgen von mehr als 70 renommierten Forscherinnen und Forschern aus über 25 Ländern eine umfassende Darstellung von Levinas' Leben, seinem Denken und Werk: Präsentiert werden Levinas ' Texte, ihre Kontexte in Philosophie, Literatur und Religion, die Hauptbegriffe seines Denkens sowie erstmals dessen weltweite Wirkungsgeschichte nicht nur in Deutschland, Frankreich und Israel, sondern auch in Nord- und Südamerika, in Afrika und Australien, in China, Korea und Japan sowie in Ländern wie Litauen, in der Ukraine, im Iran und in Indien.
Dr. René W. Dausner ist Professor für Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim sowie im Lehrgebiet Katholische Theologie der Leibniz Universität Hannover. Dr. Lic. Christian Rößner verwaltet den Lehrstuhl für Philosophie an der Theologischen Fakultät Trier. Dr. Jakub Sirovátka ist Professor für Philosophie am Lehrstuhl für Philosophie und Religionswissenschaft der Theologischen Fakultät der Südböhmischen Universität in Budweis.
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