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Wer ist Louis Begley? Ein Rechtsanwalt, der einen autobiographischen Roman schrieb, um sich von den quälenden Erinnerungen an eine Vergangenheit zu befreien, die sein Leben zu zerstören drohten? Ein Literat, der Jura studierte, um Techniken zu lernen, die ihn vor Realitätsverlust bewahren sollten? Da sein privates Schicksal beispielhaft für eine Erfahrung steht, die viele seiner Zeitgenossen geprägt hat, ging Begley seit seinem ersten Roman Lügen in Zeiten des Krieges immer wieder der Frage nach, wie man angesichts sinnloser Grausamkeit und totaler Rechtlosigkeit weiterleben kann. Begley selbst hat sich einen Bereich geschaffen, in dem er Anwalt und Schriftsteller zugleich sein kann: seine Reden und Essays. Sie sind Selbstauskünfte, Rechenschaftsberichte, Diagnosen. In ihnen verfolgt er ein Ziel mit den Möglichkeiten zweier Berufe: menschenwürdiges Leben.
Louis Begley, 1933 in Polen geboren, arbeitete bis 2004 als Anwalt in New York. Als Schriftsteller wurde er mit seinem Roman Lügen in Zeiten des Krieges weltweit bekannt. Seine Bücher wurden in 18 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet.
Essays
- Selbstauskunfte
- Wer ist der Romanautor in Wirklichkeit?
- Mein Auszug aus dem Gelobten Land
- Wie die hohe Kunst der Anwälte zum Handwerk des Schreibens führt
- Im Raster der Zeit. Wie ein Advokat und Schriftsteller die Sekunden seines Lebens bewirtschaftet
- Auf der Stromschnelle. Eine Forschungsreise ins Land des Alters
- Leg City
- Schreiben und Leben
- Ein Autor rezensiert seine Rezensenten
- Abraços Brasilien!
- Ein glückloser Mann
- Licht der Nacht
- Der Prozeß von Franz Kafka
- Zeitreisen
- 36 Stunden in Warschau
- Die Gräber sind noch immer offen. Die Erinnerung an unzählige Verbrechen gegen die Menschlichkeit darf nicht vergehen
- Auf der Suche nach dem guten Leben
Reden
- Achtzig Jahre Gewalt
- Unerledigtes - Berliner Lektion
- Wie ein Roman über die Ziellinie gerät. Dankrede
- Wie wir heute leben. Bemerkungen eines Außenstehenden
- Mein Europa