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Jeder trägt etwas in sich, das er nie laut ausgesprochen hat. Darlan Darlan trägt mehr davon als die meisten.
Dinge, Die Ich Dir Nie Erzählt Habe ist seine Abrechnung - erzählt in den stillen Stunden einer Reise, die weder er noch Héctor gewollt hatten, in den dunklen Fluren eines Bauernhauses mitten in der Nacht, im Gewicht von dreiundzwanzig Tätowierungen und jenem einen Jahr, das er fortgewesen ist und das keiner von beiden je beim Namen genannt hat. Es ist das Buch, in dem die Architektur von Darks Schweigen endlich zu bröckeln beginnt.
Er weiß, was er ist. Das wusste er immer. Die Besitzgier, die Gewalt, der Instinkt, der keine Erlaubnis einholt - er lebt in seinem Blut, so wie er im Blut seines Vaters lebte. Aber es gibt Dinge, die Héctor nicht weiß: was wirklich mit Jhonata nach dem Abschlussball geschah. Was Darlan dafür hergegeben hat, dass Héctor nachts schlafen konnte. Wie viele Jahre er damit verbracht hat, Zurückhaltung zu spielen, damit der Mensch, dem es am meisten galt, niemals sehen musste, wozu er fähig war.
Als sie am Bauernhaus ankommen und ein Schatten sich in der Küche bewegt, greift Héctor ohne Nachdenken nach Darlan - und Darlan stellt sich ohne Nachdenken zwischen die Bedrohung und diesen kleinen, wütenden Körper. Manche Wahrheiten leben im Körper, lange bevor der Mund Worte dafür findet.
Dinge, Die Ich Dir Nie Erzählt Habe ist ein Roman darüber, was es bedeutet, jemanden vor dem zu schützen, was man selbst ist - und über den Moment, in dem man begreift, dass dieser Schutz mehr gekostet hat, als man aufrechterhalten kann.
Ich schreibe über Liebe, Begehren, Angst und Gefühle, die genauso verletzen wie sie retten. Manche entstehen aus Emotionen, die ich gerne erleben würde; andere aus Erfahrungen, die ich niemals ertragen könnte. In jeder von ihnen steckt ein echtes Stück von mir - und Figuren, lebendig genug, damit Leserinnen und Leser ein Stück von sich selbst in ihnen wiederfinden.