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Acht Jahre sind eine lange Zeit, um so zu tun, als hätte es jemanden nie gegeben.
Harrison Lennox beherrscht das inzwischen perfekt. Ein neues Leben in Ohio, bescheiden, geordnet, einsam - und Denver tief vergraben unter allem, was dort passiert ist. Verabschiedet hat er sich nie. Die Chance dazu hatte er nicht. Manche Wunden heilen nicht, sie werden einfach Teil dessen, was man ist.
Dann, an einem ganz gewöhnlichen Nachmittag im Jahr 1998, öffnet sich eine Taxitür.
Und da sitzt Scott Miller. Älter. Stiller. Mit denselben Augen, die Harrison einst zum ersten Mal das Gefühl gaben, es wert zu sein, gesehen zu werden.
Was folgt, ist kein Wiedersehen im klassischen Sinn - es sind zwei Menschen, die um die Trümmer einer Liebe kreisen, die sie nie zu Ende leben durften. Harrison trägt seinen Schmerz mit sich, eine Reihe von Beziehungen, die alle gleich endeten. Scott hat Amanda, ein Leben, das von außen stimmt - und ein Schweigen über alles, was wirklich zählt.
Was wir nie gesagt haben handelt von den Worten, die wir jahrelang hinunterschlucken. Und davon, was passiert, wenn uns keine Ausreden mehr bleiben.
Ich schreibe über Liebe, Begehren, Angst und Gefühle, die genauso verletzen wie sie retten. Manche entstehen aus Emotionen, die ich gerne erleben würde; andere aus Erfahrungen, die ich niemals ertragen könnte. In jeder von ihnen steckt ein echtes Stück von mir - und Figuren, lebendig genug, damit Leserinnen und Leser ein Stück von sich selbst in ihnen wiederfinden.