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Sean Henderson gehört nicht zur Beaufort Academy, und er weiß es.
Der Stipendiat. Der Sohn der Haushälterin. Der Junge in geerbten Blazern, der mit dem Fahrrad zu einer Schule der Limousinen kommt - und niemals, unter keinen Umständen, jemanden nah genug heranlässt, um zu bemerken, was hinter den Kopfhörern und der geübten Gleichgültigkeit verborgen liegt: dass er kein einziges Wort hört, das sie sagen.
Evan Bennett gehört überall und nirgends hin. Der einzige offen schwule Schüler in Beaufort, prächtig in seiner Auflehnung, verheerend in seiner Einsamkeit. Drei Jahre lang hat er in diesem vergoldeten Gefängnis überlebt, indem er sich unantastbar machte - mit den richtigen Jungen schlief, Geheimnisse wie Waffen einsetzte und sich in die schlimmstmögliche Person verliebte. Daniel Tremblay ist schön und grausam und im Verborgenen, und Evans Bindung an ihn ist der einzige Riss in seiner Rüstung, den er nicht schließen kann.
Drei Jahre lang haben sie sich Klassenräume geteilt, ohne ein einziges Wort zu wechseln. Sie hätten niemals miteinander sprechen sollen. Dann beauftragt der Schulleiter Sean damit, Evan in den Winterferien zu unterrichten - und vier Wochen erzwungener Nähe bringen alles ins Wanken, was beide zu wissen glaubten: über sich selbst und übereinander.
Zwei Jungen. Zwei Rollen, jahrelang einstudiert. Eine Schule, die niemals hinsieht - bis sie es tut.
Ich schreibe über Liebe, Begehren, Angst und Gefühle, die genauso verletzen wie sie retten. Manche entstehen aus Emotionen, die ich gerne erleben würde; andere aus Erfahrungen, die ich niemals ertragen könnte. In jeder von ihnen steckt ein echtes Stück von mir - und Figuren, lebendig genug, damit Leserinnen und Leser ein Stück von sich selbst in ihnen wiederfinden.