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Rafael Bittencourt ist zwanzig Jahre alt, wohlhabend, ungebunden - und vollkommen sicher, wer er ist. Was er nicht kommen sah: ein einziger Blick auf den Vater seines besten Freundes, und plötzlich war dieser Boden unter seinen Füßen nicht mehr da.
Rodrigo Sánchez ist alles, was Rafael nicht begehren sollte. Verheiratet. Älter. Unerreichbar. Lucas' Vater - derselbe Lucas, der Rafael mehr vertraut als irgendjemand sonst auf der Welt.
Doch Verlangen fragt nicht nach Erlaubnis. Und als die beiden dem nachgeben, was keiner von ihnen hätte zulassen dürfen, beginnt das, was als sorgfältig gehütetes Geheimnis seinen Anfang nimmt, zu etwas zu werden, das zu groß, zu schwer, zu lebendig ist, um verborgen zu bleiben.
Rafael ist hin- und hergerissen zwischen der Loyalität, die er dem Freund schuldet, der nie an ihm gezweifelt hat, und einer Anziehung, der er mit Vernunft nicht beikommt. Rodrigo kämpft gegen ein Leben voller Entscheidungen, die nicht mehr zu dem Mann passen, der er geworden ist. Und während die beiden umeinanderkreisen, beginnen alte Geheimnisse ans Licht zu drängen - Geheimnisse, die nicht nur diese verbotene Liebe erschüttern werden, sondern alles, worauf die Familie Sánchez gebaut wurde.
Die Sünden des Herrn Sánchez ist eine Geschichte über Begehren und Schuld, über Grenzen, die wir überschreiten, bevor wir wissen, dass wir es tun - und über das, was wir denen schulden, die wir dabei verletzen.
Aber vor allem ist es die Geschichte eines jungen Mannes, der begreift, dass die große Liebe seines Lebens vielleicht gar keine andere Person ist.
Sondern er selbst.
Ich schreibe über Liebe, Begehren, Angst und Gefühle, die genauso verletzen wie sie retten. Manche entstehen aus Emotionen, die ich gerne erleben würde; andere aus Erfahrungen, die ich niemals ertragen könnte. In jeder von ihnen steckt ein echtes Stück von mir - und Figuren, lebendig genug, damit Leserinnen und Leser ein Stück von sich selbst in ihnen wiederfinden.