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Er brach in die Villa ein, um zu stehlen. Am Ende stahl er etwas, das nie Teil des Plans gewesen war.
Vitor ist neunzehn Jahre alt, reich über jeden Zweifel hinaus - und einsamer, als irgendjemand ahnen würde. Aufgewachsen in einem leeren Herrenhaus mit Eltern, die zwar anwesend waren, aber nie wirklich da, hat er früh begriffen: alles zu besitzen und nichts zu fühlen gehören oft zusammen.
Fernando ist fünfundzwanzig, tätowiert, und trägt eine Last, die die meisten Menschen nie kennenlernen werden. Er ist kein Krimineller aus Überzeugung - sondern aus Zwang. Seine Schwester befindet sich in den Händen eines skrupellosen Verbrecherbosses, und Fernando tut, was getan werden muss, um sie am Leben zu halten.
Als Fernando in einer stillen, kalten Nacht in Vitors Villa einbricht, kann keiner von beiden ahnen, was dieser Moment in Gang setzen wird.
Was als Einbruch beginnt, wird zur Flucht. Die Flucht wird zum Unterschlupf. Der Unterschlupf wird zu etwas, für das keiner von beiden Worte findet - und das beide mit einer Intensität spüren, die ihnen Angst macht.
Zwei Welten, die nie hätten aufeinanderprallen sollen. Eine Anziehung, der keiner von beiden entkommen kann.
Doch während die Liebe wächst, wächst auch die Gefahr. Verbrecherbande, Verfolgungsjagden, Entführungen - die Gewalt rückt von allen Seiten näher. Vitor, der nie für irgendetwas kämpfen musste, entdeckt, dass er für Fernando zu allem fähig ist. Und Fernando, der sein Leben lang Mauern um sich errichtet hat, begreift zu spät, dass diese Mauern längst gefallen sind.
Das Problem ist: Manche Lieben hätten nie entstehen dürfen.
Und als ein seit Jahrzehnten begrabenes Geheimnis ans Licht kommt, bricht alles, was sie aufgebaut haben, in einer einzigen Enthüllung zusammen - gnadenlos, verheerend und unwiderruflich.
Denn manchmal bestraft das Schicksal nicht die, die es verdienen. Manchmal bestraft es die, die am meisten lieben.
Ich schreibe über Liebe, Begehren, Angst und Gefühle, die genauso verletzen wie sie retten. Manche entstehen aus Emotionen, die ich gerne erleben würde; andere aus Erfahrungen, die ich niemals ertragen könnte. In jeder von ihnen steckt ein echtes Stück von mir - und Figuren, lebendig genug, damit Leserinnen und Leser ein Stück von sich selbst in ihnen wiederfinden.