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Die meisten Ratgeber zum Thema Krebs sind für Angehörige geschrieben. Sie erklären, wie man mit einem erkrankten Menschen umgeht. Was fehlt, ist die andere Richtung: Wie sagen Sie es den anderen? Denn diese Frage kommt zuerst. Vor der Frage nach der Therapie steht meistens eine ganz andere - wie erzähle ich es meiner Mutter? Was sage ich meinem Sohn? Muss mein Chef das wissen? Und ein paar Wochen später: Warum meldet sich meine beste Freundin nicht mehr? Zur medizinischen Seite finden Sie überall verlässliche Auskunft. Zu diesen Fragen erstaunlich wenig. Dieses Buch schließt die Lücke - aus Ihrer Perspektive. Es begleitet Sie durch alle Kreise Ihres Umfelds: die Partnerschaft und die Rollen, die sich unbemerkt verschieben. Kinder und das, was sie ahnen, ohne es zu verstehen. Die eigenen Eltern, bei denen die Fürsorge in beide Richtungen geht. Freunde, von denen manche bleiben und manche gehen. Den Arbeitsplatz, wo andere Regeln gelten als zu Hause. Und den weiten Kreis aus Nachbarn und Bekannten mit ihrer täglichen Frage nach dem Befinden. Was Sie hier nicht finden: Formulierungen zum Auswendiglernen. Menschen merken sofort, wenn jemand einen einstudierten Satz sagt - und die Situationen, in die Sie geraten, sehen ohnehin anders aus als jedes Beispiel in einem Buch. Stattdessen geht es darum, die Dynamiken zu verstehen, die in solchen Gesprächen wirken. Warum gut gemeintes Schweigen so oft das Gegenteil bewirkt. Warum Zurückhaltung trotzdem manchmal klug ist. Und woran Sie den Unterschied erkennen.
Dr. Manuel Schmerer (Psy. D., California Southern University, USA), geboren 1988, ist Psychologe, systemischer Berater, Therapeut und Supervisor (SG), hat die "Klinische Hypnose" der Milton Erickson Gesellschaft (M.E.G.) absolviert und ist Wissenschaftslektor (VFLL). 11 Jahre war er in orthopädischen, onkologischen, psychosomatischen Rehakliniken tätig. Heute arbeitet er selbstständig in Therapie, Beratung, Supervision, im betrieblichen Gesundheitsmanagement und lehrt an mehreren Hochschulen.