Marianne Ehrmann

Philosophie eines Weibs

Weibliche Vernunft und früher Feminismus: Frauenbildung, Moral und Teilhabe in der deutschen Aufklärung. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,3 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 24 Seiten
EAN 9788028390938
Veröffentlicht Juni 2025
Verlag/Hersteller Copycat

Auch erhältlich als:

eBook (epub)
0,49
7,10 inkl. MwSt.
Teilen
Beschreibung

Marianne Ehrmanns "Philosophie eines Weibs" ist ein programmatischer Text der Spätaufklärung, in dem weibliche Vernunft, moralische Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe gegen die engen Konventionen des 18. Jahrhunderts verteidigt werden. In reflektierender, argumentativ geschärfter Prosa verbindet Ehrmann empfindsame Selbsterkundung mit aufklärerischer Kritik. Das Werk steht im Kontext jener frühen deutschsprachigen Frauenliteratur, die Bildung, Ehe, Tugend und Öffentlichkeit neu befragt. Ehrmann, 1755 geboren und früh mit ökonomischer Unsicherheit, familiären Verlusten und beruflicher Abhängigkeit konfrontiert, kannte die Begrenzungen weiblicher Lebenswege aus eigener Erfahrung. Als Schauspielerin, Schriftstellerin und Herausgeberin bewegte sie sich in kulturellen Räumen, die Frauen nur bedingt offenstanden. Ihre publizistische Arbeit und ihr Engagement für weibliche Bildung erklären die Dringlichkeit, mit der sie in diesem Buch eine Stimme des selbstdenkenden Weibs entwirft. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die die Aufklärung nicht nur aus der Perspektive ihrer kanonischen männlichen Autoren verstehen wollen. "Philosophie eines Weibs" ist zugleich historisches Dokument, literarische Intervention und frühes Zeugnis feministischer Argumentation. Es fordert dazu auf, Vernunft als menschliches, nicht geschlechtlich begrenztes Vermögen zu begreifen.

Portrait

Marianne Ehrmann (1755-1795), eine bedeutende Persönlichkeit der Aufklärungszeit, war eine deutsch-schweizerische Schauspielerin, Schriftstellerin und Journalistin. Sie zählt zu den Pionierinnen in der Verlagswelt des deutschsprachigen Raums. Ihre vielseitige Karriere umfasste nicht nur die darstellende Kunst, sondern auch einen bemerkenswerten Beitrag zur Literatur und Journalismus. Ehrmann war bekannt für ihr Engagement in der Frauenbildung und ihre fortschrittlichen Ansichten zur Rolle der Frau in der Gesellschaft. Als eine der ersten Verlegerinnen ihrer Zeit setzte sie Maßstäbe in einem von Männern dominierten Feld und leistete einen entscheidenden Beitrag zur kulturellen und intellektuellen Entwicklung ihrer Epoche.