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Die Pose begegnet uns überall: Sie zeigt sich auf Bühnen, in Gemälden ebenso wie in Film, Fotografie und den Bildpraktiken sozialer Medien. Vor allem aber ist die Pose konstitutiv für performative Aufführungsphänomene einer populären Unterhaltungskultur. Anhand der Showsportarten Synchronschwimmen, Bodybuilding und Professional Wrestling analysiert Marie-Charlotte Simons, inwiefern die Pose als ästhetische Praxis sowohl Marker als auch Analyseinstrument für Aufführungsformen eines disziplinären 'Dazwischen' sein kann - zwischen Sport und Theater und damit in einem Feld, das gezielt auf die Unterhaltung der Zuschauer*innen ausgerichtet ist.
Marie-Charlotte Simons (Dr.) forscht an der Schnittstelle von Populärer Kultur und Theaterwissenschaft und promovierte an der Universität Hildesheim im DFG Graduiertenkolleg 'Ästhetische Praxis'. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf performativen Live-Aufführungsformaten in der populären Unterhaltungskultur, etwa im Pen-and-Paper-Rollenspiel. Neben der wissenschaftlichen Arbeit ist Simons als Regisseur*in, Performer*in und Dramaturg*in in der freien Theaterszene tätig.