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Carl Moll war nicht nur ein österreichischer Maler und Grafiker des Stimmungsrealismus, des Postimpressionismus und des Secessionismus sondern auch und - man möchte fast sagen - vor allem "Spiritus Rector" des Wiener Kunstlebens von 1890 bis zu seinem Tod 1945. Moll engagierte sich als Gründungsmitglied der Secession, als Organisator von Ausstellungen im In- und Ausland sowie als künstlerischer Leiter der Galerie Miethke. Neben zahllosen anderen Tätigkeiten war Moll maßgeblich an der Gründung der Österreichischen Galerie im Belvedere beteiligt. Als Schriftsteller ging er in seinen Texten auf kulturpolitische europäische Tagesereignisse ein und verfasste mehrfach kunsthistorische Abhandlungen zur Entwicklungsgeschichte der Malerei in Österreich und in Europa.
Geboren in Wien. Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie an der Universität Wien. Anschließend Mitarbeit im Bundesdenkmalamt. Von 1993 bis 2022 in der Albertina als Kurator der Architektursammlung tätig. Zahlreiche Aufsätze und Bücher zur Architektur und zum Kunstgewerbe Österreichs des 19. und 20. Jahrhunderts (z. B. über Otto Wagner, Carl König, Oskar Marmorek Adolf Loos, Josef Hoffmann, Hubert Gessner, Joseph Urban, Gustav Gurschner, Gustav Peichl, Wilhelm Holzbauer, Dimitris Manikas, Otto Häuselmayer, Manfred Nehrer).