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Martin Buchholz, Kabarettlegende, Journalist und Autor, legt seinen ersten Roman vor: einen Krimi, der aus dem üblichen Rahmen fällt und manch Genreklischee auf die sarkastische Schippe nimmt. Und doch erzählt er zugleich eine spannende Story aus dem Fernseh- und Politmilieu mit einer verblüffenden Auflösung. Eine Fernsehserie wird brutale Realität: Ein Täter - oder eine Täterin? - stellt die Morde aus der TV-Show 'Rosenmörder' nach. Die Opfer: ein zweitrangiges Fernsehstarlet und ein rechtsradikaler Rapper, der Goethes 'Heideröslein' zur Vorlage für seine perversen Fantasien machte und mit dem Foto eines Donald Trump zwischen den Pobacken endet. 'Ein Arschloch im Arschloch eines Arschlochs', kommentiert Kommissar Bruns. Er, der eigentlich schon zu alte Kommissar mit Hang zur ausschweifenden Beredsamkeit, ermittelt zusammen mit Irina Schultz, der eigentlich noch zu jungen Feministin mit vorlauter Klappe. Kein Wunder also, dass es in Vernehmungen mitunter zu poin- tierten Screwball-Dialogen kommt. Zumal hinter der Story vom nachgespielten Serienmord der Satireprofi Martin Buchholz steckt, dem es ein lesbares Vergnügen bereitet, die Genreklischees von Fernsehermittlungen genüsslich zu obduzieren und das abgehobene Milieu der Medienbranche spöttisch einzusargen. - Ein spannendes Mordsvergnügen mit satirischer Finesse.
Martin Buchholz (geboren 1942 in Berlin-Wedding) ist Journalist, Kabarettist, Schriftsteller und Mitglied des PEN Deutschland. Nach zwanzig Jahren als Redakteur veröffentlichte er sich über Jahrzehnte als sein eigener Chefredakteur auf der Kabarettbühne - meist mit Soloprogrammen bei den Berliner Wühlmäusen, seinem Stammhaus. Alle wichtigen Kleinkunst-, Kabarett- und Satirepreise im deutschsprachigen Raum wurden ihm im Laufe seiner langen Bühnenkarriere verliehen. 2018 zog er sich von der Kabarettbühne zurück, kehrt aber für Lesungen und Sonderprogramme regelmäßig dorthin zurück. 'Röslein, Röslein, Röslein - tot' ist seine zweite Veröffentlichung im Satyr Verlag.