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Wälder erzählen - aber nur, wenn jemand zuhört, nachfragt und die Geschichten sauber dokumentiert.
"Waldmythen einer Mittelgebirgsregion" versammelt ausgewählte Erzählungen aus einer deutschen Mittelgebirgslandschaft und macht sie als Forschungsgegenstand ernsthaft nutzbar. Das Buch richtet sich an Heimatforscher:innen, Regionalhistoriker:innen, Volkskundler:innen, Archivnutzer:innen und interessierte Laien, die mehr wollen als bloß "schöne Geschichten" - nämlich belastbare, zitierfähige Ergebnisse.
Im ersten Teil führt Martin Hagedorn in den konkreten Landschaftsraum ein und zeigt, wie vielfältig Waldmythen in einer einzigen Region auftreten können. Er dokumentiert Erzählvarianten, weist auf feine Unterschiede in Motiven und Figuren hin und macht sichtbar, wie sich Geschichten im Laufe der Zeit verändern - je nach Dorf, Erzählsituation oder Erzählerpersönlichkeit.
Im zweiten Teil öffnet das Buch Schritt für Schritt die methodische Werkzeugkiste: von der Quellenkritik über Editionsprinzipien bis hin zu praxiserprobten Wegen ins Archiv.
Sie lernen unter anderem:
- wie sich mündlich überlieferte Waldmythen in unterschiedliche Erzählvarianten aufgliedern - welche typischen Motive und Figuren (etwa Waldgeister, Grenzwächter, Schatzsucher, verschwundene Holzfäller) sich in einer Mittelgebirgsregion nachweisen lassen - wie Sie handschriftliche und gedruckte Quellen im Archiv auffinden, bewerten und korrekt nachweisen - welche Editionsprinzipien sich für regionale Erzähltexte bewährt haben und wo ihre Grenzen liegen - wie Sie Interviews im Waldkontext planen, durchführen und dokumentieren, ohne den Feldzugang zu gefährden - wie Sie Transkriptionen, Anmerkungen, Register, Karten und Glossare so aufbereiten, dass andere auf Ihrer Arbeit aufbauen können - was Sie beim Veröffentlichen regionaler Erzählforschung rechtlich beachten sollten (Urheberrecht
Martin Hagedorn beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Haltung von Wellensittichen in städtischen Wohnumgebungen. Aus eigener Erfahrung in mehreren Mehrparteienhäusern kennt er sowohl die Bedürfnisse der Vögel als auch die Sorgen von Nachbarinnen, Nachbarn und Vermietenden. Er verbindet praktische Tierhaltung mit einem besonderen Fokus auf Kommunikation im Haus: In Workshops und Gesprächsrunden mit Mieterinnen, Mietern und Hausgemeinschaften hat er wiederholt erlebt, wie frühzeitige Absprachen und kleine Anpassungen im Alltag große Konflikte verhindern können. Seine Ratschläge orientieren sich an realistischen Wohnsituationen, an den Möglichkeiten von Berufstätigen und an den Grenzen, die Mietverträge und Hausordnungen setzen. Mit "Nachbarschaftsfreundliche