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Am Ufer eines wilden Gebirgsflusses entdeckt Nolan Dreyer ein altes, halb verfallenes Ruderboot, festgebunden an einem längst verlassenen Steg. Niemand in dem kleinen Bergdorf spricht über den Besitzer, niemand erinnert sich, wann der Steg zuletzt benutzt wurde. Getrieben von einer Unruhe, die er selbst nicht ganz versteht, löst Nolan das Seil und lässt sich vom Strom mitreißen. Was als impulsiver Ausbruch aus einem eingefahrenen Leben beginnt, wird zu einer Reise durch enge Schluchten, stille Seitenarme und vergessene Siedlungen entlang des Flusses. Je weiter Nolan treibt, desto mehr Spuren einer fremden Geschichte tauchen auf: Namen, die in Baumrinden geritzt sind, ein verrostetes Tagebuch, das im Boot versteckt liegt, und Menschen am Ufer, die ihn ansehen, als hätten sie ihn erwartet. Nolan Dreyers Strom ist eine Erzählung über das Loslassen, über die Kraft von Wasser als Grenze und Verbindung zugleich, und über einen Mann, der lernt, dass manche Reisen erst beginnen, wenn man aufhört, sich gegen die Strömung zu stemmen.