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Wenn Antidepressiva, Psychotherapie und Klinikaufenthalte kaum Entlastung gebracht haben, bleibt oft nur eine Frage: Gibt es überhaupt noch eine Option, die einen Unterschied machen kann?
Ketamin rückt genau an diesem Punkt in den Fokus - mit Berichten über sehr schnelle Effekte, aber auch mit vielen Fragezeichen. Wie wirkt Ketamin im Gehirn im Vergleich zu klassischen Antidepressiva? Was weiß man über NMDA-Rezeptoren, Neuroplastizität und die besondere Rolle bei therapieresistenter Depression - und wo sind die Grenzen dieses Wissens?
Michael Hartmann erklärt auf verständliche Weise, - welche Formen der Behandlung es gibt (Infusion, Esketamin-Nasenspray u.a.) und wie eine Sitzung konkret ablaufen kann, - welche Effekte Studien nahelegen, besonders bei langjährigen, belastenden Verläufen - und dass nicht alle Betroffenen ansprechen, - mit welchen Nebenwirkungen, Risiken, Missbrauchsgefahren und offenen Langzeitfragen zu rechnen ist, - wie sich seriöse Behandlungsangebote von fragwürdigen Versprechen unterscheiden lassen.
Fallbeispiele zeigen, wie sich eine Ketaminbehandlung anfühlen kann - von vorsichtigem Aufatmen bis zu Enttäuschungen und Abbrüchen. Hinweise für Angehörige, rechtliche Einordnungen im deutschsprachigen Raum sowie Vergleiche mit anderen Verfahren wie Psychedelika, EKT oder Neurostimulation helfen, Ketamin realistisch einzuordnen.
Ohne Heilsversprechen, aber mit begründetem, vorsichtigem Optimismus unterstützt dieses Buch Betroffene, Angehörige und Behandler:innen dabei, Chancen und Risiken von Ketamin klarer zu sehen und Gespräche mit Fachpersonen fundierter zu führen.
Michael Hartmann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit depressiven Erkrankungen, therapieresistenten Verläufen und der Frage, wie komplexe psychiatrische Behandlungsoptionen für Betroffene verständlich erklärt werden können. Aufbauend auf einem fachlichen Hintergrund in Psychiatrie/Psychotherapie und intensiver Auseinandersetzung mit aktueller Forschung bereitet er Themen wie Antidepressiva, Ketamintherapie, Esketamin-Nasenspray, Augmentationsstrategien und neue biologische Verfahren so auf, dass sie für Patientinnen, Angehörige und interessierte Laien gut zugänglich bleiben. In seinen Büchern verbindet er nüchterne, evidenzinformierte Erklärungen mit empathischer, hoffnungsvoll-realistischem Ton: Chancen und Risiken werden klar benannt, ohne Heilsversprechen und