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Michael Kleim gibt in seinem Buch eine umfassende Darstellung von Drogengebrauch in der DDR. Der Alltag unter Diktaturverhältnissen wird ebenso in den Blick genommen wie Lebensrealitäten jenseits der offiziellen Wahrnehmung. Die Drogenkulturen spiegeln soziale, politische und psychische Verhältnisse der DDR auf eigene Weise. Die Realität "DDR" und die kulturelle Rolle von Drogengebrauch innerhalb einer Gesellschaft werden vielschichtig und anschaulich dargestellt. Seine DDR war bevölkert mit Leuten, die unangepasst und eigensinnig nach eigenen Lebensentwürfen suchten. Es gab unendlich viel Sehnsucht nach Ferne, nach Freiheit, nach Transzendenz. Es gab Suche nach Entgrenzung. Und es gab Rausch.
Michael Kleim, Jahrgang 1960, ist Theologe und Seelsorger. In der DDR war er innerhalb der politischen und kulturellen Opposition aktiv und mit der subkulturellen Tramper-Bewegung verbunden. Er publiziert zu den Themenbereichen Menschenrechte, Drogenpolitik und Drogenkultur.