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Ein Kind könnte Raphael Ashcombe alles nehmen: seinen Titel, Winterbourne Hall und die Zukunft, die Honora sich an seiner Seite aufgebaut hat. Als die junge Witwe Romilly Vardon in Winterbourne Hall erscheint, trägt sie einen kleinen Jungen auf dem Arm und eine erschütternde Behauptung auf den Lippen. Sie sei heimlich mit Raphaels verstorbenem Bruder Peregrine verheiratet gewesen und ihr Sohn Lucan sei der wahre Marquess of Winterbourne. Die vorgelegten Urkunden scheinen echt. Ein altes Geburtsmal stützt den Anspruch. Und während Raphael um das Erbe seiner Familie fürchten muss, erkennt Honora in Romilly eine Frau, deren Leben von mächtigeren Menschen bestimmt wurde. Doch dann stirbt die Gouvernante, die als Einzige die ganze Wahrheit über das Kind kennen könnte in einem Kinderzimmer, dessen Tür von innen verriegelt scheint. Zwischen Kirchenbüchern, beschädigten Siegeln, widersprüchlichen Kalenderaufzeichnungen und verschwundenen Archivstücken beginnt Honora zu ermitteln. Doch ihr Mitgefühl droht ihren Blick auf die Beweise zu trüben, während Raphaels Bedürfnis nach Kontrolle ihre ohnehin fragile Ehe erneut auf die Probe stellt. Denn in Winterbourne Hall ist selbst eine echte Urkunde nicht immer ein Beweis für die Wahrheit. Und manchmal ist das gefährlichste Geheimnis nicht, wer ein Kind ist sondern wer es sein sollte. Der Erbe im verschlossenen Kinderzimmer ist der zweite Band der Reihe Die Täuschungen von Winterbourne ein atmosphärischer viktorianischer Liebes- und Kriminalroman über einen umstrittenen Erben, eine unmögliche Tat und eine Ehe, in der Vertrauen kostbarer ist als jeder Adelstitel.