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Ein Mann wird vor den Mauern von Newgate gehängt. Drei Tage später sieht Vincent Ormesby ihn lebend an einem Londoner Bahnhof. Der verurteilte Einbrecher Josiah Bell ist tot zumindest behaupten es die Gefängnisakten, die Wärter und der Arzt, der seine Leiche untersucht hat. Doch schon während der Hinrichtung bemerkt Ianthe Rooke, die berüchtigte Galgentänzerin, einen verstörenden Fehler: Der Mann auf dem Schafott bewegt sich nicht wie Josiah. Als Vincent kurz darauf einen Mann sieht, der dem Toten bis ins Gesicht gleicht, wird aus einem Verdacht ein unmögliches Rätsel. Dann taucht unter einem verlassenen Galgen eine zweite Leiche auf ebenfalls als Josiah Bell hergerichtet und mit Spuren eines Stricks am Hals. Während London darüber rätselt, wie derselbe Mann zweimal sterben konnte, erhält Ianthe zwei Botschaften in ihrer eigenen geheimen Zeichensprache. Die erste lautet: Legt das Hauptbuch offen. Die zweite: Verbrennt das Hauptbuch. Jemand kennt ihre Chiffre gut genug, um sie zu fälschen. Die Suche nach dem geheimnisvollen Hauptbuch führt Ianthe und Vincent tief in ein Geflecht aus bestochenen Gefängniswärtern, gestohlenen Schlüsseln, manipulierten Akten, Informanten und Männern, die mit den Geheimnissen der Verurteilten Handel treiben. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto gefährlicher wird eine andere Frage: Wer starb tatsächlich am Galgen und wer wollte, dass niemand den Unterschied bemerkte? Während Vincent gezwungen wird, sich erneut mit einem alten Fall auseinanderzusetzen, der seine Karriere begründete, geraten auch die Grenzen zwischen ihm und Ianthe ins Wanken. Vertrauen wird zu einer Frage des Besitzes, Beweise werden zu Waffen und selbst ein Kuss kann einen Streit gefährlicher machen, statt ihn zu beenden. Der Mann, der zweimal gehängt wurde ist der dritte Band der Reihe Die Newgate-Chiffre-Mysterien ein atmosphärischer viktorianischer Kriminalroman über vertauschte Identitäten, gefälschte Botschaften, korrupte Institutionen und die Frage, wie viel ein schriftlicher Beweis wert ist, wenn jeder Beteiligte einen Grund hat, ihn verschwinden zu lassen.