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Eine verzweifelte Baronin. Ein Herrenhaus voller verschlossener Türen. Und ein Mord, bei dem jede Wahrheit von einer Lüge begleitet wird. Als Honora Ashcombe einen heimlich abgeschickten Brief von Lady Amabel Quenby erhält, kann sie den Hilferuf nicht ignorieren. Amabel behauptet, ihr Ehemann halte sie im Westflügel von Garthwyck Court gefangen, kontrolliere ihre Korrespondenz und lasse ihr eine Medizin verabreichen, die sie langsam vergifte. Gemeinsam mit ihrem ebenso scharfsinnigen wie misstrauischen Ehemann Raphael reist Honora nach Shropshire. Doch in Garthwyck ist nichts so eindeutig, wie Amabels Brief vermuten ließ. Einige ihrer Schwächeanfälle scheinen einstudiert, alte Krankenakten widersprechen den Aussagen der Familie, und hinter den Wänden des Westflügels verlaufen vergessene Gänge und Sprechrohre. Dann wird Lord Quenby in Amabels von innen verschlossenem Schlafzimmer erschlagen aufgefunden. Neben der Leiche liegt seine bewusstlose Frau. Die Tür war verriegelt. Der Schlüssel befindet sich im Zimmer. Und an Amabels Ärmel klebt das Blut ihres Mannes. Während ein Schneesturm das Anwesen von der Außenwelt abschneidet, müssen Honora und Raphael ein Geflecht aus vergifteten Süßigkeiten, verschwundenen Aktenblättern, doppelten Schlüsseln und jahrelang gehüteten Familiengeheimnissen entwirren. Doch ihre gegensätzlichen Überzeugungen bedrohen nicht nur die Untersuchung. Honoras Entschlossenheit, einer beschuldigten Frau zu glauben, und Raphaels Weigerung, Täuschung mit Unschuld zu verwechseln, stellen das mühsam wiedergewonnene Vertrauen ihrer Ehe erneut auf die Probe. Die Frau im Westflügel ist ein atmosphärischer viktorianischer Locked-Room-Krimi über Gift, Macht und die gefährliche Frage, ob ein Mensch gleichzeitig lügen und dennoch ein Opfer sein kann.