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Deutschland hat kein Informationsproblem. Es hat ein Vertrauensproblem.
Politiker versprechen vor Wahlen das eine und entscheiden danach anders. Medien beanspruchen Objektivität, arbeiten aber zunehmend mit Haltung, Zuspitzung und moralischer Einordnung. Öffentlich-rechtliche Formate, alternative Medien, NGOs und politische Akteure kämpfen um Deutungshoheit - während viele Bürger den Eindruck gewinnen, dass nicht für alle dieselben Maßstäbe gelten.
In "Vertrauen verspielt" untersucht Nikolaus Bettinger, wie dieser Vertrauensverlust entsteht. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fälle rund um Friedrich Merz, Jan Böhmermann, Anja Reschke, Carolin Kebekus, Dunja Hayali, NIUS, Correctiv und weitere Akteure. Dazu kommen Migration, Wirtschaft, staatlich geförderte Organisationen, politische Kommunikation und die Frage, wie stark Medienlager unsere Wahrnehmung inzwischen bestimmen.
Das Buch urteilt nicht nach links oder rechts, sondern nach einem einfachen Maßstab: Was wurde gesagt, was ist tatsächlich passiert - und wie glaubwürdig ist die Erklärung danach?
Eine kritische Bestandsaufnahme über Politik, Medien und eine Gesellschaft, die immer häufiger fragt: Wem kann man noch glauben?