Oksana Stoychuk

Wessen Berlin?

Migration und Zugehörigkeit in der transkulturellen Stadtliteratur seit den 1980er Jahren. 24,0 cm / 17,0 cm ( B/H )
Buch (Hardcover), 320 Seiten
EAN 9783112236772
Veröffentlicht August 2026
Verlag/Hersteller Walter de Gruyter
109,95 inkl. MwSt.
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Beschreibung

In Zeiten globaler Krisen, nationalistischer Bewegungen und wachsender Migration sind Fragen nach Identität und Zugehörigkeit brisanter denn je. Die Studie widmet sich der Analyse von Berlin-Darstellungen seit den achtziger Jahren und untersucht Texte von Autor:innen mit transnationalen Migrationserfahrungen, die Berlin als Raum von Un-/Zugehörigkeit und "Recht auf Stadt" literarisch entwerfen. Im Zentrum steht die Frage, welche Formen imaginierter Gemeinschaften im Sinne Benedict Andersons entstehen und wie Zugehörigkeit und Ausgrenzung unter ästhetischen, politischen und affektiven Vorzeichen verhandelt werden. Auf dieser Grundlage verbindet die Studie transkulturelle Theorien und anthropologische Zugehörigkeitsforschung mit literaturwissenschaftlicher Analyse und entwickelt den Begriff einer katastrophalen Mehrfachzugehörigkeit, der sich kritisch vom affirmativen Verständnis transkultureller Identität abgrenzt und einen Perspektivwechsel in der Beschreibung postmigrantischer Subjektpositionen eröffnet. Sie zeigt zudem, wie sich Spannungsfelder kultureller, sozialer und politischer Unzugehörigkeit in der Figur migrantischer Scham verdichten und als ästhetischer Ausdruck struktureller Ambivalenz artikuliert werden.

Portrait

Oksana Stoychuk, University of Wisconsin-Madison, USA.

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Walter de Gruyter
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