Blick ins Buch

Paz Rojas Baeza

Die endlose Abwesenheit

Medizinische, psychologische und politische Untersuchung des gewaltsamen Verschwindenlassens von Personen. Originaltitel: La interminable ausencia. 15,4 cm / 22,0 cm / 2,4 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 254 Seiten
EAN 9783949379222
Veröffentlicht August 2026
Verlag/Hersteller BUXUS EDITION
Übersetzer Übersetzt von Mathias Sasse
22,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Nach dem Militärputsch unter General Pinochet in Chile 1973 wurden Tausende Menschen gewaltsam zum Verschwinden gebracht. Bis heute lässt sich die Zahl nicht genau feststellen. Familien, die davon betroffen sind, erlitten ein endloses Trauma, sie suchen bis heute ihre Angehörigen. Anhand einer Vielzahl von Erfahrungsberichten und drei umfassenden Interviews schildert die Ärztin Paz Rojas Baeza die psychologischen und medizinischen Folgen des Verschwindenlassens von chilenischen Frauen, die über Generationen weitergehen und nicht heilen können. Sie betreffen nicht allein die Opfer und ihre Angehörigen, sondern die Gemeinschaft als Ganzes. Die Trauer, das Böse und der Kampf gegen die Straflosigkeit von schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind Themen dieses Buches. Es basiert auf der Summe der praktischen Erfahrungen seiner Autorin und ihrer Unterstützer*innen, die selbst vor der Gewalt des Militärs vorübergehend ins Exil fliehen musste.

Portrait

Paz Rojas Baeza, 1932 in Santiago de Chile geboren, ist Ärztin für Neuropsychiatrie. Seit Beginn der Diktatur in Chile 1973 arbeitete sie mit dem Comité Pro Paz zusammen, das Opfer von Folter, Angehörige von Verschwundenen oder Hingerichteten betreute. Bis 1974 war sie Professorin und Klinikleiterin der Neurologischen Abteilung des Krankenhauses José Joaquín Aguirre (Universidad de Chile). Im Exil in Frankreich setzte sie ihre Arbeit fort. 1981 kehrte sie zurück und schloss sich der Corporación de Promoción y Defensa de los Derechos del Pueblo (CODEPU) an und kämpfte gegen die Straflosigkeit. 2001 half sie bei der Gründung der Ethikkommission gegen Folter, deren Arbeit entscheidend für die Gründung der Valech-Kommission 2003 war, welche die Anwendung von Folter durch Staatsbedienstete anerkennt. P. Rojas Baeza wurde 1998 mit dem Menschenrechtspreis der Universität Oslo (Norwegen) ausgezeichnet, 2019 mit dem Menschenrechtspreis der Ärztekammer von Chile.

Hersteller
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