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Die verlorene Mine des Amazonas entfaltet eine klassische Abenteuerhandlung im südamerikanischen Urwald: die Suche nach einem verschollenen Rohstoffort, dessen Verheißung ebenso materielle wie moralische Prüfungen auslöst. Fitzhugh verbindet rasche Episodenführung mit genauer Beobachtung von Kameradschaft, Mut und Improvisationsgabe; sein Stil bleibt klar, dialognah und auf Spannung hin komponiert. Im Kontext der angloamerikanischen Jugend- und Pfadfinderliteratur des frühen 20. Jahrhunderts erscheint der Amazonas weniger als ethnographischer Raum denn als Bühne für Charakterbildung, Bewährung und verantwortliches Handeln. Percy Keese Fitzhugh (1876-1950), ein amerikanischer Erfolgsautor für junge Leser, prägte mit Reihen wie Tom Slade und Roy Blakeley das literarische Bild des Pfadfinders als tatkräftigen, loyalen und humorvollen Helden. Seine Nähe zur zeitgenössischen Scouting-Bewegung und sein Gespür für serielle Erzählformen erklären die didaktische Anlage des Romans: Abenteuer soll nicht bloß unterhalten, sondern Selbstbeherrschung, Gemeinsinn und praktische Intelligenz einüben. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Jugendabenteuer mit Sinn für ihre Zeitgebundenheit aufnehmen möchten. Wer robuste Spannung, moralische Konflikte und die Faszination unbekannter Landschaften schätzt, findet hier ein Werk, das zugleich unterhält und Einblick in Ideale einer vergangenen Erziehungskultur gewährt.