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Visualisierungen sind in den Geisteswissenschaften noch immer selten und werden vielfach mit Skepsis betrachtet. Das liegt nicht nur am dafür notwendigen Know-How, sondern auch an der Unvollständigkeit und Uneindeutigkeit vieler Quellen, die sich nur bedingt in klassischen Diagrammen darstellen lassen. Philipp Hofeneder zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Visualisierungen nicht nur Ergebnisse veranschaulichen, sondern selbst Teil des Erkenntnisprozesses werden. In einem praxisnahen Werkstattbericht inspiriert er Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch ohne Programmier- oder Grafikkenntnisse dazu, die Potentiale visueller Formate für ihre eigene Forschung zu entdecken und zu nutzen.
Philipp Hofeneder (PD Dr.), geb. 1981, ist Wissenschaftler am Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. In seiner Forschung konzentriert er sich auf historische Phänomene des Wissenstransfers und deren Kommunikationsformen, insbesondere in der Habsburgermonarchie, dem Zarenreich und der Sowjetunion. Neben der Arbeit an bibliografischen Datenbanken integriert er Datenvisualisierungen als Forschungsmethode.