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Hamburg, 1981. Ein junger Mann trägt den lächelnden Sonnen-Aufkleber auf der Jacke: Atomkraft? Nein danke. Es ist keine Meinung, es ist eine Selbstverständlichkeit sie klebt an jeder Heckscheibe, an jeder Wand. Vierzig Jahre später sind die letzten Reaktoren abgeschaltet, die Bewegung hat gewonnen, und die Strophe von der Straße ist deutsches Recht geworden. Und der Mann, der sie mit errungen hat, lebt heute in Norwegen in dem Land, das Deutschland liefert, was an die Stelle der Reaktoren trat. Dies ist die Revision, die er sich selbst schuldig geblieben ist. Das Alibi folgt dem Gas von der Nordsee in deutsche Turbinen und fragt, wo das Methan geblieben ist. Es folgt dem Strom durch das Kabel unter dem Skagerrak und findet, dass norwegische Sauberkeit an jene verkauft wird, die sie nicht haben. Es sieht sich das Wasserstoffprojekt an, das groß angekündigt und still eingestellt wurde während die Kraftwerke, die es rechtfertigen sollte, weitergebaut werden. Und es sieht sich den norwegischen Staatsfonds an, den man den ethischsten Investor der Welt nennt, dessen Ethikrat gerade stillgelegt wurde. Nichts davon ist illegal. Fast nichts davon ist verborgen. Es steht in Geschäftsberichten, in Gesetzestexten, auf staatlichen Websites. Es legt nur niemand die Zahlen nebeneinander. Kein Buch über Schuld, sondern über Buchführung darüber, wie ein Preis verschwindet, ohne dass jemand ihn versteckt. Jede Energieform hat einen Preis. Die einzige Sünde ist, ihn nicht zu zählen. Niemand lügt. Alle rechnen richtig. Und trotzdem verschwindet der Preis.