Political Medievalism

Gebrauch und Missbrauch des Mittelalters bei der extremen Rechten. 9 illustrations, 9 tbl.. Sprachen: Deutsch, Englisch. 24,0 cm / 16,0 cm ( B/H )
Buch (Hardcover), 276 Seiten
EAN 9783112236536
Veröffentlicht Oktober 2026
Verlag/Hersteller de Gruyter Oldenbourg
59,95 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Die Nutzung des Mittelalters durch rechtsextreme Bewegungen stellt ein internationales Phänomen dar, in dem sich historische Mythisierungen und antidemokratische Agenden miteinander verschränken. Diese Spielart des Mediävalismus umfasst den selektiven Rekurs auf mittelalterliche Symbole, Gestalten und Narrative, um Ideologien zu konstruieren, die Exklusion, Nationalismus und eine reaktionäre Vision der Gesellschaft propagieren. Die Verfremdung historischer Ereignisse wie der Kreuzzüge oder auch der Epoche der Wikinger dienen aktuellen ideologischen Bedarfen. Andere Themen, die immer wieder auftauchen, sind autoritäres Führertum, eine Faszination für Waffen und toxische Männlichkeit, traditionelle Geschlechterrollen und Familienbilder, eine ständische Gliederung der Gesellschaft, ein idyllisches Landleben und generell sozialer und kultureller Konservatismus. Diese Reimagination des Mittelalters ist für Menschen attraktiv, die sich nach der Rückkehr in ein angebliches goldenes Zeitalter sehnen. Die Grundlagen von diversen Gesellschaften werden von rechtsextremen Aktivist:innen als Überwältigung diskreditiert, die nicht dem Volkstum und der Nation entsprechen, die sie als ethnisch und kulturell homogene Einheiten imaginieren.

Portrait

Cordelia Heß, Aarhus University, Aarhus, Dänemark; Christoph Dartmann, Universität Hamburg, Deutschland; Lukas Rösli, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland; Sita Steckel, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland.

Hersteller
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