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Gold ist wohl eines der am längsten bekannten und genutzten Metalle der Menschheit. Gründe dafür sind vor allem das meist gediegene Vorkommen in der Natur, seine Unvergänglichkeit und der bezaubernde Glanz. Dieses faszinierende Metall wurde seit mindestens sieben Jahrtausenden für Schmuck, Grabbeigaben, religiöse Zwecke, Zahlungsmittel und manches andere verwendet. Für die antiken Menschen hatte Gold eigentlich keinen praktischen Nutzen. Werkzeuge und Waffen aus Gold wären viel zu weich gewesen. Daher war Gold vor allem ein Statussymbol. Wegen seiner unbegrenzten Haltbarkeit und Unzerstörbarkeit war es stets mit Göttern in Verbindung gebracht worden. Mit dem Elementsymbol Au, nach dem lateinischen Wort Aurum, findet man es im Periodensystem der Elemente. In der Natur kann es nur als Isotop Au-197 gefunden werden. Andere existierende Goldisotope sind lediglich Zerfallsprodukte radiochemischer Prozesse. Gold ist chemisch inert, weshalb es mit anderen Stoffen nur schwer zur Reaktion gebracht werden kann. In gelöster Form lassen sich jedoch viele Goldverbindungen synthetisieren, die verschiedene, teilweise sehr sinnvolle Anwendungen haben. Der Autor dieses Buchs hat mehrere Goldverbindungen synthetisiert, von denen einige Beispiele im Kapitel "Chemie des Goldes" beschrieben werden. Nachdem in der heutigen Zeit die politischen Verhältnisse zunehmend unsicherer geworden sind, nehmen immer mehr Menschen Zuflucht in der stabilen Anlageform des Goldes. Dadurch steigt der Wert dieses Metalls beständig an, da es durch das Horten dem Wertstoffumlauf entzogen wird. In den vergangenen Jahrzehnten waren nur wenig neue Goldlagerstätten entdeckt worden. Allerdings könnte sich das durch das Auftauen bisher vereister Gegenden ändern. In Kanada, Grönland, Russland, Norwegen, der Antarktis und an anderen bisher eisbedeckten Gebieten, erhält man künftig wohl Zugang zu Böden, deren Erschließung bisher nur schwer möglich war. Ragin hat Gold sein Leben lang fasziniert. Sein Nachname Goldmann leitete ihn schon in jungen Jahren zu diesem Namensbestandteil. Als Bankkaufmann handelte er mit Goldbarren und Goldmünzen historischer oder nachgeprägter Art. Später wandelte Ragin als Chemiker Gold auf synthetischem Wege in metallorganische Komplexe um, die er auch auf ihre pharmakologische Eignung untersuchte. Erkenntnisse über die heilende Wirkung von Gold nehmen an Bedeutung zu, obwohl viele dieser Wirkungen bereits seit Jahrtausenden bekannt waren. Allerdings widerspricht dies wohl dem Profitstreben der Pharmaindustrie, weshalb die heilende Wirkung von Gold und dessen Verbindungen meist heruntergespielt wird. All diese Themen greift dieses Buch auf. Aber die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten von Gold lassen nur einen Überblick zu. Daher kann dieses Werk keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sondern es soll einen fesselnden Überblick über die Bedeutung dieses beeindruckenden Edelmetalls bieten.
Der in Nürnberg geborene Verfasser dieses Buchs absolvierte zuerst in Nürnberg eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Nach Ableistung des damals verpflichtenden Wehrdienst, studierte er am Ohm-Polytechnikum Nürnberg Technische Chemie, das er mit der Ernennung zum Chemie-Ingenieur abschloss. Anschließend nahm er an der Technischen Universität Berlin die Studien der Mathematik und der Chemie auf und promovierte an dieser Hochschule im Fach Chemie. Nach mehreren Jahren als Lehrer für Mathematik und Chemie an Gymnasien in Bayern, übernahm er die Leitung eines Schulzentrums in Thüringen. Seitdem lebt der Autor im thüringischen Mühlhausen. Um seine zahlreichen pädagogischen und wissenschaftlichen Erfahrungen nicht dem Vergessen preiszugeben, schrieb der Autor seine Erinnerungen in einigen Büchern nieder, auch um seine Freude an den Wissenschaften weiterzuvermitteln.