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Sophias Weg beginnt mit einem Zufall: Ein Wanderer könnte sie nackt im hellen Fenster gesehen haben. Sie spürt Erregung - und will verstehen, was dieser fremde Blick in ihr ausgelöst hat. Sie lernt Nocturne kennen, dessen Inszenierungen sie in immer offenere Situationen führen. Sie steht nackt hinter Glas, geht unbekleidet durch ein Hotel und einen Bahnhof, lässt sich mit Augenbinde und Manschetten nackt präsentieren und tritt schließlich selbstbestimmt vor eine große Menge. Doch Sophias eigentliche Entwicklung besteht nicht darin, immer weiterzugehen. Sie lernt, ihre Lust von Leistungsdruck zu trennen, Grenzen bewusst zu setzen und den Blick nicht als etwas zu erdulden, sondern als etwas zu gewähren.
Schon als Kind gab es für Séverin nichts Besseres als Geschichten. Während andere zockten, füllte er stapelweise Notizbücher mit Ideen. Irgendwann kam das echte Leben dazwischen: Job, Alltag, Verpflichtungen. Die alten Manuskripte verstaubten jahrelang ungeöffnet in der Schublade. Bis vor Kurzem - als das alte Schreib-Kribbeln plötzlich wieder da war. Laptop auf, Kaffee bereitgestellt und einfach wieder drauf losgetippt. Die Leidenschaft von damals hat ihn sofort wieder voll gepackt. Dieses Mal behält er die Storys aber nicht mehr für sich.