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Die Geschichte der israelischen Kibbuzim prägen bis heute zahlreiche Dilemmata: Gleichheit versus Effizienz, Zugehörigkeit versus Ausgrenzung oder Idealismus versus Pragmatismus. Während Gemeinschaften weltweit nach Alternativen zum individualistischen Kapitalismus suchen, bietet der Kibbuz etwas Seltenes: eine Geschichte gewöhnlicher Menschen, die über Generationen hinweg eine gerechte Gesellschaft aufbauen. Kibbuz-Mitglied Muki Tsur und Soziologin Sibylle Heilbrunn schreiben nicht nur über das Gemeinschaftsleben, sondern praktizieren es in diesem Buch. In einem offenen, ungelösten und oft unbequemen Dialog widmen sie sich in einem gemeinsamen Denkprozess den Konflikten und Dialogen der Kibbuzim und spiegeln so das Ethos des Kibbuz wider.
Sibylle Heilbrunn arbeitet am Fritz Bauer Forum in Bochum, einem Ort für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte, wo sie ein Projekt zur Förderung des deutsch-israelischen Dialogs über politische Verantwortung und demokratische Resilienz organisiert. Sie ist ebenfalls Gastprofessorin an der Touro University Berlin. Sie promovierte 1999 in Organisationssoziologie an der Universität Haifa. Von 2014 bis 2024 war sie Dekanin der Fakultät für Sozial- und Geisteswissenschaften am Kinneret College am See Genezareth. Ihre Forschung untersucht Entrepreneurship durch kritische Theorie und Intersektionalität, wobei sie sich auf Ungleichheit, Marginalisierung und soziale Positionierung konzentriert.