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Erzählungen vom Grauen des Holocaust jenseits der Vernichtungslager, die in ebenso schlichter wie eindringlicher Form das Unfassbare in Sprache verwandeln
Stanis-aw Wygodzki gehört zu den großen Unbekannten unter den Schriftstellern der polnischen Holocaustliteratur. Henryk Grynberg, selbst bedeutender Chronist des Schicksals der polnischen Juden, hebt mehrfach die Einzigartigkeit des Werkes von Wygodzki hervor. Ab 1968 in Israel ansässig, verkörpert Wygodzki exemplarisch ein Leben nach dem Überleben, das sich seine Beheimatung in der polnischen Literatur erschreibt. Mit diesem Band kann einer der bedeutendsten polnischsprachigen Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts in deutscher Übersetzung aufs Neue entdeckt werden. 1965 erschien in der DDR der Erzählungsband 'Der kleine Satan'. 'Der Mann mit dem Karren' bietet diese Erzählungen sowie drei weitere in Erstübersetzung.
Stanis-aw Wygodzki, geb. 1907 in Bedzin. Seit den 1920er Jahren veröffentlichte er Gedichte und Erzählungen. Wygodzki überlebte das Ghetto in Bedzin, die Konzentrationslager Auschwitz, Sachsenhausen und Dachau. Sein literarisches Schaffen nach 1945 ist ganz dem erlittenen Trauma gewidmet. Als die von staatlicher Seite geschürte antisemitische Stimmung in der Volksrepublik Polen zunimmt, emigriert er Anfang 1968 nach Israel. 1992 ist er in Tel Aviv gestorben.