Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Der Erste Attische Seebund zählt zu den zentralen Forschungsfeldern der Alten Geschichte und gilt als ein Schlüsselbeispiel für die Analyse vormoderner Herrschaftsordnungen. Angesichts aktueller Debatten über Imperien, Hegemonie und "neuen Imperialismus" erhält seine Untersuchung besondere Relevanz. Die Studie analysiert die Entwicklung der athenischen Herrschaft von der Gründung des Seebundes bis 404 v. Chr. mithilfe der rekonstruierten zentralen Begriffe "Symmachie" und "Arché". Daraus ergeben sich vier Phasen, in denen sich Kooperation, hegemoniale und imperiale Herrschaft und moderatere Praktiken in wechselnder Intensität verbinden. Die Entwicklung erweist sich dabei nicht als linear, sondern als dynamisches Gefüge. Auf der Grundlage historiographischer, literarischer, epigraphischer und archäologischer Zeugnisse korrigiert die Untersuchung etablierte Narrative, relativiert die Rolle prominenter Akteure und zeigt die ambivalenten Wirkungen athenischer Herrschaftsmittel. Die Arbeit bietet einen differenzierten Beitrag zum Verständnis von Macht, politischer Integration und Herrschaftsstrukturen in der klassischen Antike.
Stefanie Däne lehrte am Althistorischen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen zur griechischen und römischen Geschichte, Erinnerungskultur und antiken Herrschaftsformen. Sie wurde in Göttingen promoviert und arbeitet derzeit als Lehrerin.