Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Texas, um 1850. Über die weite Prärie am Ufer des Leona reitet nachts eine Gestalt, die es nicht geben dürfte: ein Reiter im spanischen Sattel, den Serape über den Schultern - doch dort, wo der Kopf sein müsste, ist nichts als Dunkelheit. Auf der Hazienda Casa del Corvo hat sich der Pflanzer Woodley Poindexter mit seiner Familie aus Louisiana niedergelassen. Seine Tochter Louise, schön und eigenwillig, verliebt sich rasch in den geheimnisvollen irischen Pferdejäger Maurice Gerald - sehr zum Missfallen ihres Cousins Cassius Calhoun, der eigene Pläne mit ihr verfolgt und keine Rücksicht kennt. Als Louises Bruder Henry eines Nachts spurlos verschwindet und die Prärie bald darauf ihren schaurigsten Bewohner preisgibt, gerät Maurice unter Mordverdacht. Nur der knorrige alte Jäger Zeb Stump glaubt an seine Unschuld und nimmt mit untrüglichem Spürsinn die Fährte der Wahrheit auf - während im Hintergrund die Comanchen unruhig werden und ein Gerichtssaal in Texas zum Schauplatz eines der denkwürdigsten Prozesse der Abenteuerliteratur wird. Mayne Reids "Der kopflose Reiter" (1866) machte die texanische Prärie literarisch salonfähig und wurde zum Vorbild für Karl May und Generationen von Wildwestautoren nach ihm - ein Roman aus Liebe, Eifersucht und einem der eindrücklichsten Rätsel des 19. Jahrhunderts.
Thomas Mayne Reid (1818-1883) wanderte 1839 aus Nordirland nach Amerika aus und durchstreifte jahrelang den Wilden Westen als Lehrer, Handelsgehilfe und Abenteurer. Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg diente er als Offizier und wurde bei der Erstürmung von Chapultepec schwer verwundet. Aus seinen Erlebnissen in Texas und Mexiko entstanden rund 80 Abenteuerromane, die ihn weltberühmt machten - allen voran "Der kopflose Reiter" (1866), das später Karl May inspirierte. Reid starb 1883 in London.