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Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Dr. Toni Wiesinger, der als Allgemeinarzt in der Gemeinde St. Johann praktizierte, hatte dem Bergpfarrer sechs Massagen verordnet. Die Rückenmuskulatur Sebastians sei verhärtet, sagte er, und müsse wieder geschmeidig gemacht werden. Sebastian hatte zwar keine Ahnung, woher diese Verhärtungen rühren konnten, denn er hatte ausreichend Bewegung, aber er beugte sich dem ärztlichen Urteil und meldete sich bei Tanja Moser, die zusammen mit ihrer Mutter Katrin eine Praxis für Physiotherapie und Massage betrieb, für die Behandlung an. Er sollte zwei Wochen lang jeweils montags, mittwochs und freitags vormittags um neun Uhr in die Praxis kommen. Sebastian war einverstanden. Es war Montag und er erschien zur ersten Anwendung. Katrin sollte die Massage bei ihm durchführen. Katrin lächelte, als er in der Praxis erschien, erwiderte seinen Gruß und sagte: »Dann werd' ich Sie heut' mal ordentlich durchkneten, Herr Pfarrer. Ich mach' Sie gleich drauf aufmerksam, dass es hin und wieder mal ein bissel wehtun kann. Ich hoff' Sie sind net allzu wehleidig.« »Ein Indianer kennt keinen Schmerz«, versetzte Sebastian grinsend, dann machte er auf Katrins Anweisung den Oberkörper frei und legte sich bäuchlings auf die Massageliege. Katrin begann, seine Rückenmuskulatur zu kneten. »Das tut net weh«, erklärte Sebastian nach einiger Zeit. »Das tut allenfalls gut.« »Fein. Aber seien S' drauf gefasst, Herr Pfarrer, dass sich das ändern kann.«