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Wenn frozen conflicts heiß werden - die wichtigsten Brennpunkte von der Ukraine bis Taiwan Von der Ukraine bis nach Palästina, von Kaschmir bis nach Taiwan: Was passiert, wenn Konflikte eingefroren werden? Warum wählen Gegner diesen Weg, wenn es keine Lösung gibt? Und warum ist das imperiale Erbe dabei so entscheidend? Die Kriege in der Ukraine und in Palästina haben Europa zutiefst erschüttert. Ihr "Einfrieren" scheint für den Moment die einzig erfolgversprechende Möglichkeit, aus der Gewaltspirale auszubrechen. Solche "frozen conflicts" sehen wir heute überall. Die Weltkarte ist gesprenkelt mit Kämpfen um Territorien, an deren Anfang immer ein heißer Krieg steht. Doch weil die Gegner keine Lösung finden, gibt es keinen stabilen Frieden. Die Menschen leben gleichsam zwischen Krieg und Frieden, zwischen Staat und Nicht-Staat. Immer bestimmt ein äußerer Patron den Konfliktverlauf mit, meist ein ehemaliges Empire, das auf den Verlust vergangener Größe mit Expansion und der Verschiebung von Grenzen antwortet. Wie kommt es dazu, dass weltweit Konflikte eingefroren werden? Welche Möglichkeiten gibt es, das Eis langfristig aufzutauen, ohne dass es zu erneutem Krieg kommt? Die Historikerin Ulrike von Hirschhausen skizziert in ihrem aktuellen Buch die wichtigsten "frozen conflicts" zwischen Krieg und Frieden. Sie zieht den Bogen von Zypern und dem Kosovo in den Kaukasus und die Ukraine und erklärt, warum auch Kaschmir, Palästina und Taiwan zu solchen Brennpunkten der Gegenwart geworden sind.
Ulrike von Hirschhausen ist Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Washington D.C., eines der zehn geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitute der Max-Weber-Stiftung im Ausland. Bei C.H. Beck erschien 2023 von ihr "Empires. Eine globale Geschichte 1780-1920" (gemeinsam mit Jörn Leonhard).