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Ex-Kriminalkommissar Amleto Hansen ist in der Klinik gelandet, Diagnose Bipolar, Typ 1. Am sogenannten Elite-Tisch lässt man ihn und die anderen "Irren und Narren generell gewähren". - Da bricht plötzlich das Böse in ihre Idylle ein: Ein russischer Mitpatient wird erschlagen aufgefunden. Und irgendwie juckt es den Ex-Kommissar: "Unter der Schwarte seiner Sedierung vermeinte er seinen kriminalistischen Spürsinn kribbeln zu spüren." Una Wieners Debüt-Roman bedient nur vordergründig das klassische Krimi-Setting, ihr Ermittler ist ein hochsensibler und kunstsinniger Dandy, von Selbstzweifeln zerfressen. Hinter einer irrwitzigen Milieustudie aus dem Reich der Psychiatrie geht es um Fragen des geistigen Selbstverlustes, um geduldete oder sanktionierte Verhaltensweisen, um Devianz, Internierungserfahrungen und die Spielregeln unserer normativen Gesellschaft.
Una Wiener, gebürtige Wienerin (Tochter von Oswald Wiener, Schwester von Sarah Wiener), die nach unvollendetem Studium als Kellnerin, Köchin, Übersetzerin, Schauspielerin, Assistentin für Allerlei, Werbetexterin, Kolumnistin, Kreativchefin, Ausländerin in Frankreich und Italien zurzeit zwischen Neapel und Wien lebt und arbeitet.