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Vergewaltigte Frauen, sexbesessene Männer, machthungrige Waffenhändler, lächerliche Säkularisten undfanatische Islamisten erzählen nebeneinander ihre Geschichten. Es ist das historische Stadttor von Sana'a,wo die Handlung des Romans ihren verworrenen und mystischen Lauf nimmt; Hand in Hand mit der harten Realität. In seinem postmodernen, surrealistischen Ro- man stellt al-Ahdal die sozialen Zustände seines Landes grausam und grotesk parodiert dar. Er beschreibt einen Jemen, dessen jahrtausendealte Geschichte, Traditionen und Glaubensvorstellungen seine Bewohner so fest umklammern, dass sie fast daran ersticken.
al-Ahdal (*1973 in Hodeida, Jemen) ist einer der herausragendsten jemenitischen Autoren der Gegenwart, der bereits diverse Preise für seine Romane gewonnen hat und dessen Bücher in mehrere europäische Sprachen übersetzt wurden. Sein Erzählstil zeichnet sich durch groteske, karikierende Darstellungen und Verfremdung aus, oft mit surrealistischen Elementen. Seine Bücher thematisieren gesellschaftliche Missstände und spiegeln die sozialen, kulturellen sowie politischen Realitäten Jemens wider. Sein Werk bietet eine vielfältige, kritische und künstlerisch innovative Perspektive auf die jemenitische Gesellschaft und die arabische Literatur.