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Ein Mörder, der seine Opfer ordnet. Eine Stadt, die einen Schuldigen braucht. Drei Tage, um beides auseinanderzuhalten.
Braunschweig, 1530.
Im Nebel der Oker geht ein Mörder um. Junge Menschen werden in den Gassen gefunden - mit durchschnittener Kehle, sorgsam an eine Mauer gesetzt und um den linken kleinen Finger gebracht.
Im Auftrag des Kaisers reist Veit Falkenrieth in eine Stadt, die längst weniger nach Wahrheit als nach einem Schuldigen verlangt. Während der Rat um Braunschweigs Freiheit fürchtet und Herzog Heinrich vor den Toren nur auf einen Anlass zum Eingreifen wartet, richtet sich der Hass gegen die jüdische Gemeinde. Ein Unschuldiger gerät in den Turm, ein Aufruhr droht.
Gemeinsam mit Maria Windfang und Thomas Sturmberg folgt Veit den Spuren eines Täters, der nicht im Zorn handelt. Er kennt die Stadt, beherrscht sein Handwerk - und ordnet seine Opfer mit erschreckender Sorgfalt.
Veit bleiben nur wenige Tage, um den Mörder zu finden. Denn scheitert er, wird Braunschweig nicht nur einen Unschuldigen opfern.
Über den Autor
Werner Englert interessiert an Kriminalfällen vor allem eine Frage: Wie löst man einen komplizierten, verzwickten Fall, wenn es weder DNA-Spuren noch Fingerabdruck-Datenbanken gibt - sondern nur einen aufmerksamen Blick, gute Fragen und die Fähigkeit, so zu denken wie der Täter selbst? Genau diese Faszination für die Ermittlungsarbeit vergangener Jahrhunderte hat ihn zum historischen Kriminalroman gebracht.
Die Wahl fiel bewusst auf das 16. Jahrhundert: eine Zeit voller politischer Spannungen, religiöser Umbrüche und Städte, die zwischen altem Recht und neuer Macht taumelten - aber noch vor dem Dreißigjährigen Krieg, dessen Ereignisse so dicht dokumentiert sind, dass jedes Detail einer Geschichte gegen ein enges Netz historischer Fakten bestehen müsste. Das 16. Jahrhundert bot Englert, was er suchte: genug historische Verlässlichkeit, um ernsthaft recherchieren zu können, und genug Raum, um darin eine eigene Geschichte zu erzählen.
Mit "Die Fälle des Veit Falkenrieth" erschafft er eine Reihe um einen kaiserlichen Ermittler mit einer seltenen, unbequemen Gabe: Er denkt wie ein Mörder, um ihn zu fassen. Voraussichtlich zwölf Bände sind geplant, jeder ein abgeschlossener Fall an einem anderen Ort der bekannten Welt.
Werner Englert lebt in der Region Heidelberg.