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Die Universität befindet sich in einem historischen Umbruch. Klassische Modelle von Bildung, Forschung und Institution stoßen an strukturelle und epistemische Grenzen. Gleichzeitig entstehen neue, global vernetzte Wissensräume, die sich durch Digitalisierung, KI und offene Plattformstrukturen radikal verändern. Dieses Buch bietet ein umfassendes Modell, um diese Transformation zu verstehen: Die Universität wird als lebendiges, dynamisches System beschrieben, das nicht mehr stabil "ist", sondern kontinuierlich "wird". Wissen erscheint dabei als Prozess, der sich dezentral organisiert, verdichtet und ständig neu vernetzt. Der Ansatz verbindet Systemtheorie, Bildungsphilosophie und Zukunftsforschung. Zentrale Themen sind die Entinstitutionalisierung von Wissen, die Verschiebung von Wettbewerb zu Kooperation, die Rolle geistigen Kapitals sowie die Bedeutung innerer Entwicklungsprozesse für äußere Systemveränderungen. Besonders relevant ist die These, dass Transformation nicht allein strukturell erfolgt, sondern durch einen Wandel von Begriffen, Denkformen und Wahrnehmungssystemen getragen wird. Sprache wird damit selbst zu einem zentralen Transformationsmedium. Das Buch richtet sich an Wissenschaft, Hochschulpolitik und Zukunftsforschung - und liefert ein theoretisch fundiertes, zugleich visionäres Modell für die Universität im 21. Jahrhundert: nicht als Organisation, sondern als offenes, evolutives Wissenssystem.
ZS verbindet seit mehreren Jahrzehnten Kunst, Architektur, Philosophie und systematisches denken zu einem eigenständigen Forschungsgebiet- und Werkzusammenhang. Seine Bücher verstehen Wissen nicht als abgeschlossene Theorie, sondern als offenen Prozess der Wahrnehmung, Kommunikation und Erkenntnis. Gemeinsam mit Elisabeth Kracke entstehen im ZSI Verlag Veröffentlichungen, die unterschiedliche Disziplinen miteinander in Beziehung setzen und neue Perspektiven auf Mensch, Gesellschaft und Zukunft eröffnen.